Merkwüriges Streikverhalten von Zweibeinern
5. Juli 2008Als ehemaliger jahrelanger Hundemitarbeiter in der Berliner Verwaltung ist mir mein erstaunen anzusehen. Bis auf wenige Ausnahmen, bleiben die Ämter am Wochenende geschlossen.
Beim
Als ehemaliger jahrelanger Hundemitarbeiter in der Berliner Verwaltung ist mir mein erstaunen anzusehen. Bis auf wenige Ausnahmen, bleiben die Ämter am Wochenende geschlossen.
Beim
Eigentlich wollte ich ja nur mit meinen Hundefreunden den üblichen Abendgassispaziergang unternehmen. Bis wir durch das laute TaTüTaTa des Martinshorns bei unseren Spielchen gestört wurden. Blinkende blaue Lichter kamen der Straßenkreuzung immer näher. Erstaunt bemerkten unsere Zweibeiner und wir, dass sich ein weisser Kleintransporter verfolgt von 3 Polizeiautos in rasender Geschwindigkeit näherte. Aus der linke Straße kam auch noch ein Polizeiauto, das sich der rasenden, TaTüTaTa-tönenden und blinkenden Kolonne sofort anschloss. Ach, ich kann euch sagen, so eine Verfolgungsjagd als Augenzeuge beobachten zu können, war ganz schön aufregend.
Heute durfte ich mein Frauchen zur Messe: Miteinander Leben Berlin begleiten. Ist ja wirklich interessant was man dort so als Hilfmittel und Unterstützung für Behinderte präsentiert bekommt.
Damit auch ich etwas vom Messebesuch hatte, lud mich ein lieber Mitarbeiter vom DRK-Berlin zu einer kleinen Rundfahrt im Messegelände ein. Es heißt zwar, lieber schlecht gefahren als gut gelaufen, aber ich war dann doch froh, als ich von diesem Gefährt springen konnte.
Nach dem Bummel über die Messe klingelte dann auch noch Frauchens Handy und wir wurden ganz spontan vom hier allseits bekannten Herrn Ultimonativ zu einem Spaziergang im Tiergarten überredet. Selbstverständlich rauscht, äh reist, bei so traumhaft schönem Cabrio-Wetter ein Hund wie ich standesgemäss zum Spaziergang an. Klar, dass ich im Park die Gunst der Stunde zum intensivem Ballspielen genutzt habe.
Zuhause angekommen hatte dieser netter Herr
keine große Arbeit mit mir. Ich fiel mit meiner Messebeute (ein neues Quitsche-Bade-Entchen für die Ostsee) nur noch auf meine Decke und möchte bis morgen früh nicht mehr gestört werden.
den Lesern meines Blogs dürfte nicht entgegangen sein, dass einige Zeit von mir nichts zu hören und zu lesen war. Nach vielen Krankheiten und Verletzungen hatte Frauchen mich zu einer Auszeit verdonnert. Obwohl ich zunächst nicht damit einverstanden war, dass es diesmal nicht an die Ostsee ging - entsprechend habe ich auch protestiert - kann ich im Nachhinein sagen: die frische Landluft, lange Spaziergänge und Mäuse- bzw. Maulwurfjagden in der Altmark und als ganz besondere Überraschung ein kuscheliges Plätzchen am Ofen
haben mir gut getan. Ich stecke jetzt wieder voll Tatdrang. In Kürze werde ich ausführlich über meine Erlebnisse in der Altmark berichten. Euer Shacky
Das Berliner Streik- und Schneechaos hat Eddy und
mich heute gar nicht interessiert. Ist doch toll, wenn man Frauchen als Chauffeur einmal quer durch Berlin fahren lassen kann. Okay es ging nur langsam vorwärts. Und im Schnee hätten wir auch gern getobt. Aber auch Hund kennt: Besser schlecht gefahren, als gelaufen.
Man hatte mich ja davor gewarnt an Weiberfastnacht eine Krawatte zu tragen.
Muss ich diese merkwürdige Handlung verstehen???
Seit einem Jahr arbeite ich mit dem DRK-HausNotRuf zusammen. Deshalb geht heute ein großes Dankschön an die kompetenten Mitarbeiter/innen zum DRK-HausNotRuf.
Mein Frauchen trat 2006 mit dem Vorschlag, dass ich im Ernstfall den HausNotruf auslösen solle, an das DRK Berlin heran. Die Mitarbeitern des DRK-HausNotRuf entwickelten für mich eine spezielle Vorrichtung zum Auslösen des Alarms, die im Januar 2007 in Frauchens Wohnung eingebaut wurde. Mich hatte man zur Weiterbildung nach Rostock geschickt.
Als ich dann im Januar 2007 aus meiner Spezialschulung zurück kehrte, lernte ich viele nette Menschen, Mitarbeiter/innen des DRK
Berlin, kennen. Seither ziehe ich hin- und wieder zum Üben an der Schnur des HausNotRufs. Das ist notwendig, weil Hund dazu neigt, beigebrachte Übungen, wenn sie nicht abgerufen werden, zu vergessen. Wenn ich an der Vorrichtung ziehe kommt prompt eine Stimme aus der Wand. Diese Stimme erkundigt sich, ob es meinem Frauchen auch gut geht. Und wenn es sich um eine, mit Frauchen abgesprochene Übung des DRK-HausNotRuf handelt, bekommen wir hin und wieder auch Besuch.
Aber trotz vieler Übungen, keiner konnte sagen, wie ich dann im Ernstfall reagieren würde. Was in der Theorie klappt, muss in der Praxis nicht unbedingt funktionieren. Und als der Ernstfall dann eintraf, handelte ich genau, wie ich es gelernt habe. Ich will ja keinen Hund neidisch machen, aber zur Belohnung gab es ein sehr großes tolles Leckerli und viele Streicheleinheiten.
Mir macht die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/innen des DRK-HausNotRuf viel Freude. Und ich freue mich immer, wenn ich (und ganz besonders auch mein Frauchen) Besuch bekommen. Gern besuche ich auch die Geschäftstelle in der Bachestraße (Das geheime Pizzalager in Hundeschnauzenhöhe habe ich ohne Probleme gefunden).
Frauchen und ich sagen allen, die uns so toll unterstützen und helfen,
Gern komme ich der Bitte im Kommentar von “Ich war mal kurz weg” nach und zeige weitere Impressionen von unserem Wellness-Urlaub:
Nach einer für mich überraschenden Weihnachts- und Silvesterblogpause melde ich mich gut erholt aus meinem Wellness-Urlaub zurück.
Im Jahr 2007 musste ich doch sehr brav gewesen sein. Anders kann ich mir die schönen Überraschungen zu Weihnachten nicht erklären. Zuerst hat das Christkind am Heiligabend ein tolles Intelligenzspiel für Hunde bei mir zuhause abgegeben.
Ihr glaubt gar nicht in viel Spaß es macht die versteckten Leckerlis zu finden.
Wie ich schon vor einiger Zeit vermutete, verwöhnte mich mein Frauchen auch noch mit selbstgekochtem Lamm- und Kalbsgemüsereis. Mmmh, da forderte ich doch gern einen Nachschlag.
Die größte Überraschung kam aber am 2. Weihnachtsfeiertag. Mein Frauchen holte auf einmal die Koffer heraus um vor der Silvesterknallerei zu flüchten. Eine Superidee von meinem Frauchen, bei der Silvesterknallerei gerate ich immer in Panik.
Zunächst deutete für mich alles darauf hin, dass wir wieder an die Ostsee fahren. Umso enttäuschter war ich dann für einen Augenblick, als Frauchen hinter Wittstock die Autobahn verließ und ich nur noch Wald sah. Ja, ich gebe zu, ich habe meinem Unmut erst mal Luft machen müssen.
Schließlich parkten wir vor der Villa Kunterbunt.
Mein Kennerblick erkannte sofort, hier sind Menschen und Hunde willkommen. Frauchen hatte ein schönes Zimmer mit Seeblick für uns reserviert. Ein See in unmittelbarer Nähe zum Hotel, da finde ich doch sicherlich eine Möglichkeit baden zu gehen.
Und dann sah ich sie. Im Garten tobten zwei Hunde. Hund lernt doch nie aus. Ein Hotel mit Hundespielwiese, was für eine Überraschung. Und die Überraschungen rissen für mich nicht ab. Frauchen hatte nicht nur für sich sondern auch für mich ein spezielles Verwöhnprogramm gebucht.
Am ersten Tag ließen wir bei Waldspaziergängen die Seele baumeln.
Und beim anschließenden Besuch der Hundewiese lernte ich den Hovawart Gustav kennen, mit dem ich dann in den nächsten Tagen spielen durfte.
Während Frauchen ihr Verwöhnprogramm mit schwimmen, saunieren und massieren genoss, entdeckte ich die Vorteile unseres Zimmers. Das Sofa, so bequem und in idealer Größe für mich.
Ich musste nur aufpassen, dass Frauchen mich dabei nicht erwischte, denn zu Hause darf ich nicht auf das Sofa. Das Donnerwetter war groß als Frauchen mich dann doch ertappte. Ja, ja, ich habe jetzt auch verstanden, dass ein gut erzogener Hund sich in einem Hotel so nicht benimmt. Aber mein Frauchen kennt mich ja doch sehr gut und hatte vorsorglich schon eine Decke aufs Sofa gelegt.
Eines meiner absoluten Highlights in diesem Urlaub war die Hundewanderung
mit anschließendem Weißwurstessen für die Zweibeiner. Gemein, dass man als Hund davon nichts abbekommen hat.
Und dann kam Silvester. Ach war das für mich angenehm. Beim spazieren gehen hörte man nur in der Ferne vereinzelt einige Böller, die mich nicht erschreckten. Und am Abend saßen die Zweibeiner mit ihren Hunden gemeinsam beim Fondue im Stübchen und genossen den Jahreswechsel ohne Knallerei. So entspannt habe ich noch nie Silvester gefeiert.
Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass ich mich so in Schale geschmissen habe.
Im neuen Jahr wurde auch ich noch mit einer Hundemassage verwöhnt.
O, war das toll. Ich konnte gar nicht genug bekommen.
Aber wie üblich, wenn es am schönsten ist, sollte man gehen, dass hat auch mein Frauchen beherzigt. Klar, dass ich die Rückfahrt nach Berlin total verschlafen habe.
Vielleicht kann ich ja Frauchen überreden, dort wieder einmal Urlaub zu machen.