Archiv für Mai 2008

Auf’s Dach gestiegen

28. Mai 2008

 

Ja, meine Ausflüge werden immer exclusiver. Heute hatte ich das Vergnügen mal einige Volksvertreter bei ihrer Arbeit beobachten zu können. Also ganz ehrlich, für mich ist das nicht das richtige. Da bleibe ich doch lieber bei meinem Behindertenbegleithundjob. 

Hilfe wir haben großen Waschtag

26. Mai 2008

Frauchen hat heute alle meine Sachen in die Waschmaschine gestopft. Gemein, da habe ich mir soviel Mühe gemacht, dass meine Schlafdecken, meine Kenndecken und mein Spielzeug meinen bevorzugten Duft annahmen.

Hilfe meine Sachen

Und dann so was. Ich habe diese verflixte Waschmaschine auch nicht aufbekommen. Die hat einfach ihre Mitarbeit verweigert. Dabei darf ich sie sonst doch immer ausräumen.

Jetzt duftet wieder alles nach Frauchens Lieblingsweichspüler. Einfach nur gemein. Wer bietet mir Asyl an?

Hilfe!!!

19. Mai 2008

ich versteh die Welt nicht mehr. Frauchen scheint zu streiken. Jedenfalls hat sie sich für den Rest des Tages - mit der Begründung, dass ist ein Tag, an dem sollte man gar nicht erst aufstehen - ins Bett zurückgezogen. Ich weiss nicht, ob das am Ärger mit einer Behörde, der kaputten Achse des schönen Autos, der chaotischen U-Bahnfahrt oder dem Salto Mortale mit doppelten Rittberger von Frauchen in der Küche lag. Jedenfalls läst sie sich nicht bewegen das Bett zu verlassen. Ich mache mir ernsthaft Sorgen.

Äh Frauchen, äh mein Abendspaziergang … auch gestrichen??? O je, die Lage ist ernst. Soll ich Hilfe holen? 

Darf ich mir einen Knochen nehmen?

18. Mai 2008

Wie ihr ja wisst, darf ich mein Frauchen fast überall hin begleiten.

Jetzt stolpert ich überraschend über eine Ansammlung von etwas, das wie Knochen aussah, aber nicht nach Knochen roch.     Merkwürdig war das schon. Nach längerem Beschnüffeln beschloss ich dann doch, alle Knochen an ihrem Bestimmungsort zu lassen.

 

Gospelkonzert beim Karneval der Kulturen - eine interessante Studie über Zweibeiner

13. Mai 2008

Pfingsten, für mich eigentlich sonst ein tolles Urlaubswochenende, weil mein Frauchen zum KdK, dem Karneval der Kulturen in Berlin, geht. Ich darf dann bei Freunden das Wochenende geniessen und werde besonders verwöhnt. Doch Frauchen beschloss in diesem Jahr, mal eine kleine Auszeit vom Karneval zu nehmen und Pfingsten mit mir zu verbingen. Aber dann sah sie im Programm des KdK, dass am Abend ein Gospelkonzert in der Heilig Kreuz Kirche am Blücherplatz stattfinden sollte. O je,  immer diese spontanen Ideen meines Frauchens. Ich wurde also in mein Behindertenbegleithundoutfit gesteckt und glücklicherweise dachte Frauchen  in der allgemeinen Hektik nicht daran den Fotoapparat einzupacken. Und los ging es Richtung Straßenfest des KdK.

Solche Menschenmaßen auf so engem Raum habe ich ja noch nie gesehen. Aber da war mein Frauchen schlau und loste mich nicht durch das Straßenfest sondern am Rande entlang zur Kirche.

Ja, ja, ich durfte das erste Mal mein Frauchen in ein Konzert begleiten. Aufregend war das. Man kommt in einen großen Raum, mit mehreren Etagen. Überall saßen, standen und  lagen Menschen. Sie schauten entzückt auf etwas, was sie Bühne nennen. Dort standen, naja ich würde mal schätzen, 20 Leute. Und dann stand da auch noch so eine riesige Kiste, mit weissen und schwarzen Tasten. Wenn ein Zweibeiner auf eine dieser Tasten drückte, kam da ein komisches Geräusch heraus. Ein weiterer Zweibeiner hatte etwas in der Hand, dass wie ein überdimesioner Knüppel aussah. Jedenfalls hatte es einen langen Stock, der dann unten wie eine acht immer breiter wurde. Und dann entdeckte ich noch mehrere runde Töpfe, auf die später immer ein Zweibeiner einschlug. Hoffentlich tut das den Töpfen nicht weh.

Frauchen murmelte inzwischen, dass wir uns einen schönen Sitzplatz suchen sollten und lief zielsicher auf eine Treppe zu. Auch das noch. Treppensteigen bis unters Kirchendach. Aber ich muss sagen, die Anstrengung hat sich gelohnt. Wir hatten ein supertollen Blick auf die Bühne. Und dann ging es los.

Auf einmal haute ein Zweibeiner auf die Tasten, der Knüppel gab Geräusche von sich und auch die Töpfe wurden kräftig geschlagen. Ich sah, wie die Zweibeiner auf der Bühne tief Luft holten und dann, in einer mir unbekannten Sprache, Laute in allen erdenkbar schrägen Tonlagen von sich gaben. Hörte sich einfach grauenhaft für Hundeohren an. Mal ehrlich, wenn hund so jaulen würde, man würde versuchen hund sofort wegen Lärmbelästigung zum Schweigen zu bringen, aber bei den Zweibeinern scheint das Kultur zu sein. Kann mir mal bitte jemand den Unterschied erklären.

Ein Blick in die Runde ließ mich erschauern. Fast alle Zweibeiner im Saal sahen sehr entzückt zur Bühne. Nach einer Weile verstummten die Leute auf der Bühne. Dafür wurde es jetzt im Saal sehr laut. Die Menschen schlugen in die Hände, pfiffen oder jauchzten. Und dann setzten wieder die Leute auf der Bühne mit ihrem Geschrei ein. Aber welche Überraschung. Auf einmal sah ich meine heißgeliebte See, später Wälder und andere Farbspiele an der Kirchendecke. Und dann kam die größte Versuchung für mich. Man ließ Bälle unter der Decke tanzen. Ach hätte ich die doch fangen dürfen, aber nein - alles Spielverderber hier.  Es ging immer wechselseitig weiter. Mal kreischten die Leute auf der Bühne, mal machten die Leute im Saal Krach. Und dann versuchte man es auch gemeinsam. Die Leute auf der Bühne machten komische Verrenkungen und die Zweibeiner im Saal versuchten es auch. 

Jaul, ich will auch. Einmal habe ich dann versucht zu bellen. Aber der Blick meines Frauchens sagte mir, klug ist das nicht. Nach einer Stunde wollten sich die Leute auf der Bühne verabschieden. Die Zweibeiner im Saal ließen das überhaupt nicht zu. Da capo, da capo, Zugabe wurde immer wieder gerufen. Und die armen Leute auf der Bühne sahen sich veranlasst wieder schön zu schreien. Nach drei weiteren Liedern, schnappt sich endlich jemand das Mikro und erklärte, dass die nächste Gruppe schon mit ihrer Darbietung warten würde und dass das Konzert jetzt beendet sei.

Juchhu, endlich! Ich gab Fersengeld und wollte nur noch raus. Draußen hatte ich schon mehrere Hunde zum Spielen gesehen. Und ich muss euch sagen, es hat viel mehr Spaß gemacht als der Besuch des Konzerts.

Und was habe ich aus dem Ganzen gelernt. Demnächst bitte ich Pfingsten wieder bei Frauchens Freunden um Asyl. Irgendjemand hat bestimmt ein kleines Plätzchen für mich.    

Mittendrin in einer wilden Verfolgungsjagd

7. Mai 2008

Eigentlich wollte ich ja nur mit meinen Hundefreunden den üblichen Abendgassispaziergang unternehmen. Bis wir durch das laute  TaTüTaTa des Martinshorns bei unseren Spielchen gestört wurden. Blinkende blaue Lichter kamen der Straßenkreuzung immer näher. Erstaunt bemerkten unsere Zweibeiner und wir, dass sich ein weisser Kleintransporter verfolgt von 3 Polizeiautos in rasender Geschwindigkeit näherte. Aus der linke Straße kam auch noch ein Polizeiauto, das sich der rasenden, TaTüTaTa-tönenden  und blinkenden Kolonne sofort anschloss. Ach, ich kann euch sagen, so eine Verfolgungsjagd als Augenzeuge beobachten zu können, war ganz schön aufregend. 

Meine Kandidatur zum Super Hund 2008

4. Mai 2008

Frauchen hat sich dazu durchgerungen mich, Shacky, bei DogSpot, einer Homepage von Hundefans, beim Wettbewerb, für die Wahl zum “Super Hund 2008″ anzumelden.

Den Tip hierzu gab uns mein Bloghundekumpel Alex, dem ich auf diesem Weg ein kleines Dankeschön schicken möchte.

Frauchen und ich sind gespannt, ob ich überhaupt eine Chance habe, da sich viele andere tolle Hunde auch beworben haben. 

Wer Lust und Laune hat, darf gern uns gern mit einer Bewertung unterstützen.